Debian 11 und CentOS 7 ohne Support: Server aktualisieren oder migrieren

Der Support für Debian 11 endete am 31.08.2026, der für CentOS 7 am 30.06.2024 (Stand: 2026-10). Wir bringen Ihren Server auf den aktuellen Stand oder planen den Umstieg auf Debian und führen ihn durch. Ebenso arbeiten wir mit Proxmox VE 8 und mit physischen Servern, die wir auf Proxmox umziehen.

  • Full Stack und DevOps seit 2012
  • Virtualisierung mit KVM und Proxmox
  • Antwort innerhalb eines Werktags
Zwei Serverschränke mit waagerechten Einschüben nebeneinander, links gestrichelt, rechts orange umrandet; ein Pfeil zeigt nach rechts, ein gestrichelter zurück nach links; beide stehen auf einer Linie mit einem kleinen Kreis

Läuft auf Ihrem Server noch Debian 11 oder CentOS 7?

Die Frage kommt meist von außen: ein Sicherheitsfragebogen Ihres Kunden, ein Audit oder die Mitteilung Ihres Hosters. Die Version steht in der Datei /etc/os-release.

Der Server läuft nach dem Support-Ende weiter. Für Sicherheitslücken, die danach bekannt werden, gibt es vom Projekt aber keinen Patch mehr. Sie bleiben offen, bis das System aktualisiert oder ersetzt ist.

Ein Server, durch eine Linie mit einem Wandkalender verbunden; im Raster des Kalenders ist ein Tag orange markiert

Bis wann Debian und CentOS Sicherheits-Updates erhalten

Stand: 2026-10
Datum Ereignis Quelle
2021-12-31 CentOS Linux 8: Ende des Lebenszyklus. centos.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2024-06-30 CentOS Linux 7: Ende des Lebenszyklus. redhat.com (öffnet in einem neuen Fenster)
2026-08-31 Debian 11: Ende des LTS-Supports. wiki.debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2028-06-30 Debian 12: Ende des LTS-Supports. wiki.debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2030-06-30 Debian 13: Ende des LTS-Supports. Reguläre Sicherheits-Updates bis zum 09.08.2028. debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)

Welcher Weg passt zu welcher Ausgangslage? (Stand: 2026-10)

Kriterium Debian 11 CentOS 7 oder 8 Proxmox VE 8
Weg und Ziel Upgrade am bestehenden System in Stufen, erst auf Debian 12, dann auf 13, denn Debian unterstützt nur den Schritt zur jeweils nächsten Version. Ziel ist meist Debian 13. Verträgt die Anwendung dessen PHP-Version noch nicht, bleiben wir bei Debian 12. Neuaufbau auf Debian neben dem alten Server, meist mit Debian 13. Der alte Server bleibt bis zur Abnahme unverändert. Upgrade auf Proxmox VE 9 nach der Anleitung des Herstellers. Zuerst eine getestete Sicherung aller virtuellen Maschinen und Container, dann das Prüfprogramm pve8to9, bei mehreren Knoten nacheinander.

Warum wir Server und Anwendung gemeinsam planen

Server ohne Patches laufen oft seit Jahren unbeachtet, etwa mit CentOS 8 oder mit Ubuntu 16.04, 18.04 und 20.04. Ohne Ubuntu Pro erhalten die drei Ubuntu-Versionen seit April 2021, Mai 2023 beziehungsweise Mai 2025 keine Sicherheits-Updates mehr (Stand: 2026-10).

Ein neues Betriebssystem bringt neue Software mit: Debian 11 liefert PHP 7.4, Debian 12 PHP 8.2 und Debian 13 PHP 8.4 (Stand: 2026-10). Eine Anwendung für PHP 7.4 läuft auf den neueren Versionen nicht ohne Prüfung. Dann ist das Server-Upgrade zugleich ein Anwendungs-Upgrade.

Wir planen beides zusammen. Den Anwendungsteil beschreibt die Seite PHP-Update auf PHP 8, bei ColdFusion oder Lucee die Seite ColdFusion: Support-Ende und Optionen. Die Ubuntu-Termine stehen unter Linux und DevOps.

Ein Anwendungsfenster steht auf einem Server, eine Klammer links fasst beide zusammen und trägt einen orangen Punkt; rechts ein Planblatt

Fünf Schritte, jeweils mit schriftlichem Ergebnis

  1. Inventar

    Wir erfassen Betriebssystem, Dienste mit Versionen, Anwendungen, Cronjobs, Zertifikate, Mailversand, Backups, Pakete aus Fremdquellen und geänderte Konfigurationsdateien. Das Inventar erhalten Sie schriftlich.

  2. Backup und Wiederherstellungstest

    Wir prüfen, ob eine aktuelle Sicherung existiert, spielen sie auf einem Testsystem ein und protokollieren das Ergebnis.

  3. Staging

    Wir bauen den neuen Stand auf einer Kopie auf und testen Ihre Anwendung darauf. Offene Anpassungen stehen nach Risiko geordnet in einer Liste. Ihr Produktivsystem bleibt unverändert.

  4. Umstellung im Wartungsfenster

    Plan, Zeitpunkt und Rückweg stimmen wir vorher schriftlich mit Ihnen ab. Wir aktualisieren oder schalten um und prüfen danach alles, was im Inventar steht.

  5. Dokumentation und Runbook

    Wir dokumentieren die Konfiguration und beschreiben den Betrieb in einem Runbook. So kann auch ein anderer Dienstleister den Server übernehmen.

Noch physische Server? Auf Proxmox oder in Container umziehen

Oft läuft auf einem physischen Server genau eine Anwendung, und jede Maschine braucht eigene Updates und Backups. Wir virtualisieren die Maschinen auf Proxmox, in einer aktuell unterstützten Version, oder ziehen Anwendungen in Container um:

  • Inventar der Maschinen, ihrer Abhängigkeiten, des Netzes und des Leistungsbedarfs
  • Plan: Was läuft als virtuelle Maschine, was zieht in einen Container?
  • Umzug in Wartungsfenstern mit Rückweg, Backups und Wiederherstellungstest wie oben

Danach haben Sie weniger Hardware, die Sie warten und ersetzen müssen, und vor einem Update lässt sich ein Snapshot anlegen. Ob sich die Konsolidierung lohnt, rechnen wir im Plan vor: Hardware, Strom und Lizenzen. Zum Umzug von Anwendungen in Container siehe Vom Hosting in den Container.

Zur Leistung Linux-Betrieb und Infrastruktur

Sechs kleine einzelne Rechner links, dünne Pfeile laufen in einen größeren, in Fächer geteilten Rahmen rechts, ein Fach ist orange gefüllt

Erfahrung unserer Ingenieure mit Linux-Servern und Virtualisierung

Full Stack und DevOps
seit 2012, vom Code bis zum Server
Betriebssysteme
Debian und Ubuntu im Betrieb, CentOS bei Migrationen
Konfiguration als Code
Ansible mit getrennten Inventaren für Produktion und Test

So starten wir das Server-Upgrade

  • Sicherer Zugang zum Server über VPN oder SSH-Schlüssel, nach Ihren Standards.
  • Am Produktivsystem ändern wir erst etwas, wenn ein Wiederherstellungstest gelungen ist.
  • Zugangsdaten, Konfiguration und Dokumentation bleiben bei Ihnen.
  • Wir sagen Ihnen auch offen, wenn sich ein reines Upgrade nicht lohnt, und schlagen eine Lösung mit Blick auf die kommenden Jahre vor.

Und wenn bei uns jemand ausfällt? Die Dokumentation erstellen wir auf Wunsch. Das Repository liegt in der Regel bei Ihnen. Eine Vertretung stellen wir auf Wunsch.

Mehr dazu unter Erfahrung und So arbeiten wir.

Links ein Blatt mit Textzeilen und einer Unterschriftszeile mit orangem Haken; ein Pfeil zeigt auf einen gestrichelt gezeichneten Server rechts

Der erste Schritt: Erstgespräch, dann der Server-Check

Server-Check

Für Unternehmen mit Linux-Servern, die niemand mehr genau kennt: vor einem Upgrade, nach dem Weggang des Administrators oder wenn ein Kunde nach Backups fragt.

  • Version und Support-Stand von Betriebssystem und Diensten
  • Härtung: SSH-Zugang, Firewall, offene Dienste und TLS-Zertifikate
  • Updates: was fehlt und wie sie bisher eingespielt werden
  • Backups: was gesichert wird und ob ein Wiederherstellungstest belegt ist
  • Monitoring und Logs: was überwacht wird und was fehlt
  • Liste der Ergebnisse nach Priorität

In dieser Phase ändern wir nichts am Server. Anwendung und Code sind nicht Teil des Checks, dafür gibt es den Legacy-Review. Umfang und Preis legen wir im Erstgespräch fest und bestätigen sie schriftlich, bevor wir beginnen. Auf Wunsch erhalten Sie danach ein Angebot für die Betreuung.

Was das Ergebnis enthält

Eine schriftliche Liste der Befunde nach Priorität mit Empfehlungen zu Härtung, Updates, Backups und Monitoring, dazu ein Upgrade-Plan mit Wartungsfenstern. Beides gehört Ihnen.

Zwei Fälle aus unserer Arbeit

  • Ein Browser, ein Kasten mit der Beschriftung Apache und drei Bahnen zu PHP, PHP und CFML; die CFML-Bahn und ihr Kasten sind orange

    ColdFusion 2025 im Produktivbetrieb hinter Apache: fünf nicht offensichtliche Fallen

    Wir haben eine Produktivinstallation von Adobe ColdFusion 2025 auf Debian 12 vorbereitet, hinter einem Apache 2.4, der schon mehrere andere Sites bedient. Die Installation selbst dauert 34 Sekunden. Die Aufmerksamkeit ging in den Konnektor und in Details, die leicht übersehen werden: ein Fehler 503 durch IPv6, Zuordnungen in jedem virtuellen Host und ein Profil, das still einen Debugger hinzufügt.

  • Vier Briefumschläge passieren die Tore SPF, DKIM und DMARC, jeweils orange abgehakt, auf dem Weg in den Posteingang

    E-Mail-Zustellbarkeit für vier Firmendomains

    Ein Mailserver für vier Firmendomains signierte nichts, veröffentlichte keine DMARC-Richtlinie und wurde von Microsoft abgewiesen. Unsere Ingenieure haben ihn geprüft, die Änderung an einer Domain erprobt und in Gruppen ausgerollt. Das Ergebnis: Alle drei Prüfungen bestehen bei Gmail, die Microsoft-Sperre ist aufgehoben, und die Nutzer haben nichts bemerkt.

Fragen, die vor dem Upgrade aufkommen

Können wir Debian 11 oder CentOS 7 vorerst weiterbetreiben?

Technisch ja, der Server läuft weiter. Ohne Sicherheits-Updates bleibt aber jede Lücke offen, die nach dem Support-Ende bekannt wird, und es werden mit der Zeit mehr (Stand: 2026-10).

Bis zum Upgrade lässt sich das Risiko senken: nur die nötigen Dienste erreichbar machen, den Administrationszugang auf VPN beschränken, eine WAF vor die Anwendung setzen und die Backups testen. Beseitigt ist das Risiko damit nicht. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch, was für Ihren Server vertretbar ist.

Können wir von Debian 11 direkt auf Debian 13 gehen?

Nicht auf dem bestehenden System. Debian unterstützt Upgrades nur von der jeweils vorherigen Version, also von 11 auf 12 und dann von 12 auf 13 (laut den Release-Notes von Debian 13 (öffnet in einem neuen Fenster), Stand: 2026-10). Wir gehen deshalb Stufe für Stufe vor und testen nach jeder Stufe.

Die Alternative ist ein Neuaufbau auf Debian 13 neben dem alten Server. Er braucht mehr Vorbereitung, lässt den alten Server aber unverändert als Rückweg bestehen. Er lohnt sich vor allem, wenn sich auf dem System über Jahre Software und Konfiguration angesammelt haben, die niemand mehr überblickt.

Auf welches System migrieren Sie CentOS 7?

Auf Debian, unsere Hauptplattform. Debian 13 erhält reguläre Sicherheits-Updates bis zum 09.08.2028 und danach LTS bis zum 30.06.2030 (Stand: 2026-10).

Wir bauen den neuen Server neben dem alten auf, sodass der alte bis zu Ihrer Abnahme als Rückweg bestehen bleibt.

Wie lange ist der Server beim Umstellen nicht erreichbar?

Das lässt sich erst nach dem Blick auf Ihr System sagen. Eine Umstellung ganz ohne Unterbrechung versprechen wir nicht. Den Ablauf proben wir vorher auf einer Kopie, führen die Umstellung in einem mit Ihnen abgestimmten Wartungsfenster aus und halten den Rückweg bereit.

Beim Neuaufbau entsteht der neue Server neben dem alten, und die Unterbrechung ist meist auf das Umschalten begrenzt. Beim Upgrade am bestehenden System starten Dienste und Server neu, dann ist mit einer Unterbrechung zu rechnen.

Was bringt der Umzug in einen Container?

Eine Umgebung, die sich nachbauen lässt. Dieselbe Version und Konfiguration gelten beim Entwickler, auf dem Staging und in der Produktion, festgehalten im Repository statt im Kopf einer Person. Neue Versionen von PHP, Lucee oder ColdFusion testen wir neben der Produktion und können sie zurücknehmen. Auch ein Umzug auf einen anderen Server oder zu einem anderen Anbieter wird einfacher.

Ein Container behebt keinen Fehler im Code und hebt keine nicht mehr unterstützte Version an. Er erleichtert nur diese Änderungen.

Wie hoch ist Ihr Stundensatz?

Das hängt von Umfang, Art der Zusammenarbeit und Dringlichkeit ab. Schildern Sie uns kurz Ihre Situation, dann erhalten Sie nach einem Gespräch ein Angebot. Ein Budget brauchen wir dafür nicht. Feste Preise nennen wir bei den Einstiegsprodukten.

Wann können Sie starten?

Eine erste Antwort erhalten Sie innerhalb eines Werktags. Wann wir mit der Arbeit beginnen, hängt von der aktuellen Auslastung und vom Umfang ab. Das sagen wir Ihnen im Erstgespräch verbindlich. Ist es dringend, beginnt die 48-Stunden-Einschätzung, sobald wir Zugriff auf das System haben.

Übernehmen Sie gelegentlich Wochenenddienst?

Ja. Support und Notfälle rund um die Uhr, also auch am Wochenende. Sonst erreichen Sie uns Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, und auf eine neue Anfrage antworten wir innerhalb eines Werktags.

Beschreiben Sie Ihren Server in drei Sätzen

Nennen Sie Betriebssystem, Version, Anwendungen und den Standort des Servers (bei Ihnen oder bei einem Hoster). Wir antworten innerhalb eines Werktags.

Felder mit dem Zusatz „optional“ können leer bleiben.

Antwort per E-Mail

Für den Rückruf genügt Ihre Telefonnummer: Notfälle rund um die Uhr, sonst innerhalb eines Werktags.

Um welches System und welche Technologie geht es, was möchten Sie erreichen? Bitte senden Sie keine Passwörter oder vertraulichen Unterlagen.

Antwort innerhalb eines Werktags · unverbindlich

Wir verwenden Ihre Angaben nur, um Ihre Anfrage zu beantworten. Prownex IT Services Sp. z o. o. ist für die Verarbeitung verantwortlich. Speicherdauer und Ihre Rechte beschreibt die Datenschutzerklärung.