Debian, Ubuntu und CentOS: Support-Ende mit Quelle

Der LTS-Support von Debian 11 endete am 31.08.2026, CentOS Linux 7 ist seit dem 30.06.2024 am Lebensende (Stand: 2026-10). Die Zeitleiste nennt die Termine für Debian, CentOS und Windows Server mit Quelle, eine Tabelle nennt die Ubuntu-LTS-Versionen.

  • Alle Termine mit Quelle, Stand: 2026-10
  • Full Stack und DevOps seit 2012, KVM und Proxmox
Zwei waagerechte Balken, der untere nach rechts versetzt, jeder mit einem glatten und einem schraffierten Abschnitt bis zu einem senkrechten Strich; dazwischen überspannt ein leerer, orange umrandeter Kasten die Überlappung der beiden Balken

Veröffentlicht: 2026-10-26 · Stand: 2026-10 · Redaktion Prownex

Was Zeitleiste und Tabelle zeigen und wie Sie sie lesen

Debian liefert drei Jahre reguläre Updates und danach zwei Jahre LTS (Stand: 2026-10). Ubuntu LTS erhält fünf Jahre Standard-Support, den Ubuntu Pro verlängern kann. CentOS Linux 7 ist seit dem 30.06.2024 ohne Support. Bei Proxmox VE ist Version 9.2 aktuell, erschienen im Mai 2026.

Die Zeitleiste ist nach Datum geordnet, jede Zeile nennt eine Version und ihre Quelle. Ubuntu nennt seine Termine nur mit Monat und steht deshalb in einer eigenen Tabelle. Windows Server steht in der Zeitleiste, weil manche Betreiber ihre Anwendungen beim Server-Wechsel von IIS nach Linux umziehen. Ein Datum in der Vergangenheit beschreibt einen Zustand und kein Abschaltdatum: Der Server läuft weiter, aber für neu entdeckte Lücken gibt es keine Updates mehr.

Die Version eines Linux-Servers zeigt der Befehl cat /etc/os-release, bei Proxmox VE zusätzlich pveversion.

Ein Übersichtsblatt mit versetzten Balken wie eine Zeitleiste und einer orangen gestrichelten Linie für das Stand-Datum, über eine Linie mit einem Quellenblatt mit Eselsohr verbunden

Support-Termine für Betriebssysteme

Stand: 2026-10
Datum Ereignis Quelle
2024-06-30 CentOS Linux 7: Ende des Lebenszyklus. redhat.com (öffnet in einem neuen Fenster)
2025-08-09 Debian 13 (trixie) erscheint. debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2026-08-31 Debian 11: Ende des LTS-Supports. Danach gibt es vom Debian-Projekt keine Sicherheits-Updates mehr. wiki.debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2026-10-13 Windows Server 2012 R2: Ende der kostenpflichtigen erweiterten Sicherheitsupdates (ESU, drittes Jahr). learn.microsoft.com (öffnet in einem neuen Fenster)
2027-01-12 Windows Server 2016: Ende des erweiterten Supports. learn.microsoft.com (öffnet in einem neuen Fenster)
2028-06-30 Debian 12: Ende des LTS-Supports. wiki.debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2028-08-09 Debian 13: Ende der regulären Updates. Es folgt der LTS-Support. debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)
2030-06-30 Debian 13: Ende des LTS-Supports. debian.org (öffnet in einem neuen Fenster)

Ubuntu LTS: Standard-Support und Ubuntu Pro (Stand: 2026-10)

Version Veröffentlicht Standard-Support bis Ubuntu Pro (ESM) bis
Ubuntu 20.04 LTS April 2020 Mai 2025, beendet Mai 2030
Ubuntu 22.04 LTS April 2022 Mai 2027 Mai 2032
Ubuntu 24.04 LTS April 2024 Mai 2029 Mai 2034
Ubuntu 26.04 LTS April 2026 Mai 2031 Mai 2036

Was das Support-Ende für Betreiber bedeutet

Ein Support-Ende ist kein Abschaltdatum. Der Server läuft weiter, aber neu entdeckte Sicherheitslücken im Betriebssystem bleiben offen. Was das für Sie heißt, hängt vom System ab (Stand: 2026-10):

  • Debian 11: Der LTS-Support ist beendet. Ziel ist Debian 12 oder 13. Debian unterstützt Upgrades nur von der jeweils vorherigen Version: erst von 11 auf 12, dann von 12 auf 13 (laut den Release-Notes von Debian 13 (öffnet in einem neuen Fenster)).
  • Debian 12: Der LTS-Support läuft bis zum 30.06.2028. Das nächste Upgrade führt auf Debian 13.
  • Debian 13: Die aktuelle Version erhält reguläre Updates bis zum 09.08.2028 und danach LTS bis zum 30.06.2030.
  • CentOS Linux 7: Es gibt keine Updates mehr. Ein Wechsel führt auf eine unterstützte Distribution. Wir migrieren dabei auf Debian, meist über einen Neuaufbau neben dem alten Server.
  • Ubuntu LTS: Der Standard-Support endet fünf Jahre nach der Veröffentlichung. Ubuntu Pro verlängert ihn laut Tabelle um weitere fünf Jahre.
  • Proxmox VE: Aktuell ist Version 9.2. Für den Wechsel von Version 8 auf 9 gibt es eine Upgrade-Anleitung des Herstellers (öffnet in einem neuen Fenster).
  • Windows Server 2012 R2 und 2016: Die Termine stehen hier für Betreiber, die ihre Anwendungen beim Server-Wechsel von IIS nach Linux umziehen wollen.

Betriebssystem und Anwendung hängen zusammen. Die Distribution bringt meist eine bestimmte PHP-Version mit, deren Termine unter PHP-Versionen und Support-Ende stehen.

Das sollten Sie jetzt prüfen:

  • Welche Distribution und welche Version läuft, laut cat /etc/os-release?
  • Wann endet deren Support laut Zeitleiste oder Tabelle?
  • Läuft die Anwendung auf einer PHP- oder Datenbankversion, die ebenfalls ausläuft?
  • Ist die Wiederherstellung der Backups getestet?
  • Wer spielt Updates ein, und in welchem Wartungsfenster?

Hintergründe zu Betrieb, Virtualisierung und Absicherung finden Sie auf der Seite Linux und DevOps.

Ein Server über einer Zeitlinie: bis zur orangen Linie, dem Support-Ende, kommen Updates als volle Punkte; danach ist die Linie gestrichelt, und offene Ringe für ungeschlossene Lücken stapeln sich

Wie es weitergeht, je nach Ausgangslage

  • Der Support für Debian 11 endete am 31.08.2026, der für CentOS 7 am 30.06.2024 (Stand: 2026-10). Wir bringen Ihren Server auf den aktuellen Stand oder planen den Umstieg auf Debian und führen ihn durch. Ebenso arbeiten wir mit Proxmox VE 8 und mit physischen Servern, die wir auf Proxmox umziehen.

  • Wir ziehen Ihre Lucee-, ColdFusion- oder PHP-Anwendung vom klassischen Hosting in Container um, ohne sie neu zu schreiben. So lässt sich die Umgebung nachbauen, aktualisieren und verlegen. Manche Hoster berechnen Aufschläge für alte PHP-Versionen, für PHP 8.2 enden die Sicherheits-Updates am 31.12.2026 (Stand: 2026-10).

Quellen

Die Angaben stammen aus den folgenden Veröffentlichungen der Projekte (Stand: 2026-10):

Ein Quellendokument in der Mitte, umgeben von einem Kreis aus vier Pfeilbögen für den festen Prüfrhythmus; oben ein oranger Punkt für die nächste Prüfung

Fragen zum Support-Ende von Linux-Servern

Können wir Debian 11 oder CentOS 7 vorerst weiterbetreiben?

Technisch ja, der Server läuft weiter. Ohne Sicherheits-Updates bleibt aber jede Lücke offen, die nach dem Support-Ende bekannt wird, und es werden mit der Zeit mehr (Stand: 2026-10).

Bis zum Upgrade lässt sich das Risiko senken: nur die nötigen Dienste erreichbar machen, den Administrationszugang auf VPN beschränken, eine WAF vor die Anwendung setzen und die Backups testen. Beseitigt ist das Risiko damit nicht. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch, was für Ihren Server vertretbar ist.

Können wir von Debian 11 direkt auf Debian 13 gehen?

Nicht auf dem bestehenden System. Debian unterstützt Upgrades nur von der jeweils vorherigen Version, also von 11 auf 12 und dann von 12 auf 13 (laut den Release-Notes von Debian 13 (öffnet in einem neuen Fenster), Stand: 2026-10). Wir gehen deshalb Stufe für Stufe vor und testen nach jeder Stufe.

Die Alternative ist ein Neuaufbau auf Debian 13 neben dem alten Server. Er braucht mehr Vorbereitung, lässt den alten Server aber unverändert als Rückweg bestehen. Er lohnt sich vor allem, wenn sich auf dem System über Jahre Software und Konfiguration angesammelt haben, die niemand mehr überblickt.

Auf welches System migrieren Sie CentOS 7?

Auf Debian, unsere Hauptplattform. Debian 13 erhält reguläre Sicherheits-Updates bis zum 09.08.2028 und danach LTS bis zum 30.06.2030 (Stand: 2026-10).

Wir bauen den neuen Server neben dem alten auf, sodass der alte bis zu Ihrer Abnahme als Rückweg bestehen bleibt.

Wie lange ist der Server beim Umstellen nicht erreichbar?

Das lässt sich erst nach dem Blick auf Ihr System sagen. Eine Umstellung ganz ohne Unterbrechung versprechen wir nicht. Den Ablauf proben wir vorher auf einer Kopie, führen die Umstellung in einem mit Ihnen abgestimmten Wartungsfenster aus und halten den Rückweg bereit.

Beim Neuaufbau entsteht der neue Server neben dem alten, und die Unterbrechung ist meist auf das Umschalten begrenzt. Beim Upgrade am bestehenden System starten Dienste und Server neu, dann ist mit einer Unterbrechung zu rechnen.

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